Pädagogische Konzeption 

 

 "Bewegung - Tor zum Leben"

 

 

Lebendiger Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern:„der lebensbezogene Ansatz im Kindergarten“ – eine realistische Konzeption für die Planung unserer täglichen Arbeit.

 

Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit stehen das Recht der Kinder auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten, alleine und in der Gemeinschaft mit den anderen Kindern und Erwachsenen, phantasievoll, kreativ, wahrnehmend, handelnd und forschend ihre Welt zu entdecken und zu gestalten.

 

Bindend ist § 2 der Vereins-Satzung:

Zweck des Vereins ist die Errichtung und die Führung eines Kindergartens. Dabei ist der Bildungsauftrag, die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes sowie die Beratung und Information der Erziehungsberechtigten von wesentlicher Bedeutung.

Der Verein wirkt im Sinne des christlichen Bekenntnisses.

 

Kindergarten „intern“:

Besuchende Kinder                                            =  bis 44

Betreuung alters- und geschlechtsgemischt =  2 Gruppen

(Kinder von 2 Jahren bis Schuleintritt)

 

Betreuung durch                                                 = 4 examinierte Erzieherinnen (4 Vollzeitkräfte,)

                                                                                  2 Ergänzungskräfte   (1 examinierte Erzieherin)

                          


Kinder die toben dürfen – lernen besser!

Lernen ist natürlich und geschieht nicht nur im Kopf. Vom Säuglingsalter an ist der Mensch auf die Bewegung angewiesen, um sich die Welt zu erobern und sich den ständig wechselnden Lebensbedingungen anzupassen. Bewegung und Lernen gehören zusammen. Erst durch die körperliche Bewegung entstehen die für das Denken notwendigen Nervenverbindungen, entwickeln sich die Sinne.

Aus diesem Grund ist auch eine unserer wichtigsten „Räumlichkeiten“ die große Außenspielanlage hinter dem Haus mit dem höchsten Dach der Welt: dem Himmel über uns und einem wunderschönen, alten Baumbestand.

 

Auf der großen Spielfläche und der grünen Spielwiese können die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang freien „Lauf“ lassen, gehen und hüpfen, springen und laufen, balancieren und klettern, schaukeln und bauen, sich verstecken oder in eine „andere Rolle“ schlüpfen, mit dem Ball spielen oder im großen Sandkasten schaufeln und bauen, auf Stelzen laufen, mit dem Dreirad oder Laufrad fahren oder den Bollerwagen hinter sich herziehen, verstecken spielen oder Seilchen springen und noch vieles mehr...

 

Mit Tonnen Neues bauen, ausprobieren, erforschen und entdecken. Den eigenen Körper und seine vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten zu erkennen und wahrzunehmen.

Den Wandel in der Natur, die Jahreszeiten bewusst mitzuerleben.

Für Kinder stellt die sinnliche Wahrnehmung den Zugang zur Welt dar. Sie ist die Wurzel jeder Erfahrung, durch die sie die Welt jeweils für sich wieder neu aufbauen und verstehen können.
Mit allen Sinnen die Welt erfahren und genießen!!!

 

Regelmäßige Tagesangebote im Wochenverlauf:

- freies Spielen und Beschäftigen in der Großgruppe/Gruppenraum

- Gedankenaustausch, Gespräche

- Tanz-, Kreis- und Bewegungsspiele

- Singen und Vorlesen mehrmals in der Woche im „Stuhlkreis“ für alle Kinder

- täglicher „Treffpunkt“ für die Kinder, das gemeinsame Frühstück, der Mittagsimbiss

- Kleingruppenangebote

- Einzelförderung

- Vorschulprogramm

- regelmäßiges Treffen mit allen Kindern der Einrichtung zur großen Kinderkonferenz

- Treffen zur kleinen Kinderkonferenz in den jeweiligen Gruppen

- Ruhe- bzw. Schlafphasen der U3 Kinder

 

Unsere Schwerpunkte:

- Sprache und Bewegung

- Singen, tanzen und musizieren

- Bildnerisches Gestalten (Umgang mit unterschiedlichen Materialien)

- Forschen und experimentieren

- Übungen des täglichen Lebens z.B. kochen, backen, pflanzen, pflegen

- Rollenspiel

- spielen, laufen, springen täglich draußen im Außengelände

 

Wir sind täglich draußen in der frischen Luft und machen Ausflüge und Exkursionen in die umliegenden Naturlandschaften (Acker, Wiesen, Wald).

 

Alle Kinder haben ihre Gummistiefel und regendichte Kleidung im Kindergarten.

 

„DAS AUGE SCHLÄFT, BIS DER GEIST ES MIT EINER FRAGE WECKT !“

 

Der feste, rhythmische immer wiederkehrende Tagesablauf

- mit Anspannung und Entspannung

- mit Bewegung und Ruhepausen

- mit heiteren und besinnlichen Phasen

unterstützt die Entwicklungs- und Lebensprozesse und die leibliche/geistige Bildung der Kinder in diesem Alter.


Im freien Spiel mit anderen Kindern verschiedenen Alters, dem pädagogischen Fachpersonal und anwesenden Elternteilen und bei gemeinsamen Aktivitäten (z.B. Aktionen, Angeboten, Mahlzeiten) haben die Kinder täglich die vielschichtige Möglichkeit, das eigene soziale Verhalten einzubringen, zu erkennen, zu üben und selbständig zu werden.Die Kinder gestalten den Alltag in unserer Einrichtung mit. Sie entwickeln die Fähigkeit zur demokratischen Teilhabe und Mitwirkung und lernen Verantwortung zu übernehmen. Somit ist die Partizipation zu einem wichtigen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit geworden.

Somit ist die Partizipation zu einem wichtigen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit geworden.

 

Wir wollen im Kindergarten Raum und Möglichkeiten bieten, alles, woran das Kind gerade „arbeitet“, zu intensivieren. Das betrifft die körperliche Entwicklung der Sinnesorgane und auch der inneren Organe, die körperliche Geschicklichkeit wie z.B. laufen, springen, tanzen.

Die Sprachentwicklung, Freude am Sprechen, die Ausbildung der Phantasie, Unterstützung der schöpferischen Kräfte, das Üben sozialen Verhaltens und der geistigen Fähigkeiten.

 

Partizipation / Beschwerdemanagement

 

"Partizipation heißt Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden" (Zitat: Richard Schröder, Leiter des ersten Kinderbüros in Deutschland)

 

Partizipation ist auch in unserer Einrichtung ein wichtiger Aspekt in der alltäglichen pädagogischen Arbeit mit den Kindern. In der Kinderbetreuung bedeutet Partizipation konkret, dass das Kind an allen wesentlichen, sich betreffenden Entscheidungen beteiligt wird. Partizipation fördert das Demokratieverständnis, legt die Basis zum Selbstbildungsprozess, baut das Selbstvertrauen und die Konfliktfähigkeit auf. Die Kinder lernen ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, zu äußern und Entscheidungen zu treffen.

 

Partizipation lässt sich in vier Stufen gliedern:

1. Stufe:   informieren

                   Wir führen einen täglichen gruppeninternen Kurzinformationsaustausch vor unserem gemeinsamen

                   Frühstück (Informationen, die den Tag betreffen)

2. Stufe:  anhören

                   Die Ergebnisse der täglichen Bedürfnisse und Beschwerden werden von allen Kindern angehört.

                   Auf der gruppeninternen Kinderkonferenz werden Bedürfnisse und Beschwerden schriftlich aufgelistet.

3. Stufe:  Mitbestimmung (kollektive Rechte)

                   Jedes Kind hat eine "Wahlstimme" für die Festlegung und Planung von Themen, Ausflügen, Angeboten,

                   Projekten, etc. und lernt Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren und ein Teil einer Entscheidung zu

                   sein.

4. Stufe:  Selbstbetimmung (individuelle Rechte)

                   Im Freispiel hat das Kind das Recht zu bestimmen, mit wem, wo, was und wie es spielen möchte, es

                   darf über seine kreativen Arbeiten entscheiden (z.B. was es für wen malt) und beim Frühstück und

                   Mittagessen bestimmt es für sich selbst wieviel es essen möchte.

 

In unserer Einrichtung fassen wir auf unserer "Kiko-Wand" unsere Ergebnisse zu allgemeinen, gemeinsamen Beschlüssen zusammen. Kinder  und Eltern können diese Ergebnisse, die wir anhand von Bildern veranschau-

lichen und noch einmal nachreflektieren. Bei konkreten Entscheidungen versammelt sich das sogenannte Kiko-Parlament (bestehend aus den Vorschulkindern) und entscheidet in dieser kleineren Runde Details bezüglich eines allgemeinen Beschlusses.

Beispiel: Durch eine Abstimmung haben alle Kinder ein gemeinsames Ausflugsziel bestimmt. Die Aufgabe des Parlamentes ist es danach festzulegen, was mitgenommen werden muss, was wir am Zielort essen etc..............

 


Und warum all diese Angebote und Möglichkeiten im Kindergartenalltag?

Ihr Kind soll sich im Kindergarten wohlfühlen und dort gerne hingehen. Wir, das pädagogische Fachpersonal, sind verantwortungsbewußte und modern denkende Erzieherinnen und bemühen uns um

- eine gute Versorgung und Betreuung ihres Kindes

- eine kindorientierte Bildung durch schöne Erlebnisse

- eine kindgerechte „Erziehung“ durch pädagogisch-partnerschaftliche Begleitung

 

Nur wenn Kinder gut versorgt sind, kann auch Bildung und Erziehung gelingen.

Deshalb bieten wir im Kindergarten vor Beginn eines jeden Kindergartenjahres eine Schnupper-, Eingewöhnungs-

zeit für alle neuen Kindergartenkinder an und bereiten sie somit auf ihre Kindergartenzeit vor (in Anlehnung an das  Berliner Konzept).

Bei den U3 Kindern (zweijährigen) legen wir großen Wert darauf, dass die Eltern uns verstärkt in der Pflege und Betreuung begleitend unterstützen, damit die optimale Voraussetzung für eine frühkindliche Bildungsumwelt geschaffen werden kann.


Wo Kinder wirklich leben, lernen und sich bilden – da tun sie es ganz und er-lebend.


„Der Mensch vermag manches durch zweckmäßigen Gebrauch einzelner Kräfte, er vermag das Außerordentliche durch Verbindung mehrerer Fähigkeiten, aber das Einzige, ganz, ganz Unerwartete leistet er nur, wenn sich die sämtlichen Eigenschaften gleichmäßig in ihm vereinigen“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Elterninitiative Kindergarten Helpenstein e.V.
An den Weiden 32
41472 Neuss
Telefon: 02182/9305

Fax: 02182/574782

info@kindergarten-helpenstein.de

Öffnungszeiten

von Montag bis Freitag

35 Std. von 7 Uhr bis 14 Uhr

45 Std. von 7 Uhr bis 16 Uhr

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